Pflicht zu lernen
Auszubildende haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht zu lernen. Das heiÃ?t, Sie müssen sich bemühen, die Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich sind. Wichtig sind dabei die Weisungen des Ausbilders und die Betriebsordnung. Während der Ausbildung führen Auszubildende ein Berichtsheft, das dem Ausbilder regelmäÃ?ig vorgelegt wird. Folgende AusbildungsmaÃ?nahmen gehören zum Pflichtprogramm:
    Praktika
  • Schülerbetriebspraktikum
    Wird im Rahmen des Unterrichtes in der Sekundarstufe 1 durchgeführt. Vorteil: Sie lernen den Betrieb und Ihren Wunschberuf aus der Nähe kennen. Es umfasst meist mehrere Wochen - genug Zeit, um zu prüfen, ob Ihre Vorstellungen mit der Realität übereinstimmen. Fragen Sie direkt in einem Ausbildungsbetrieb nach.
  • Gelenktes Praktikum
    Wer in die Klasse 11 der Fachoberschule eintreten oder nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 12 (Gymnasium, Gesamtschule, höhere Berufsfachschule) die volle Fachhochschulreife erwerben möchten, kann hier erste Berufserfahrungen sammeln. Wichtig: Das Praktikum muss einen ununterbrochenen Zeitraum von einem Jahr umfassen.
Praktika online suchen
http://www.wiwo.de/praktikum.htm (Angebot der Zeitschrift "Wirtschaftswoche")
http://www.stern.de/campus-karriere/praktikumsboerse
Ã?berblick über Verbände und Organisationen, die Praktika, auch im Ausland, anbieten
http://www.praktikum.de

Praktikum, Schnupperpraktikum, Schupperlehre
Gedacht ist es vor allem für Schülerinnen und Schüler. Feste Regeln dafür, wie lange es dauern oder was im Einzelnen gelernt werden sollte, gibt es nicht. Dafür bieten sich z.B. Oster- oder Sommerferien an. Geld gibts keins, aber richtigen Durchblick. Tipp: Suchen Sie sich selbst einen Betrieb, der Sie interessiert. Und dann: hingehen, fragen, anfangen.

Probezeit
Das Berufsausbildungsverhältnis beginnt mit der Probezeit, in der Auszubildende und Ausbilder überprüfen können, ob die Berufswahl richtig war. Während dieser Zeit, die mindestens einen und höchstens drei Monate beträgt, können beide Seiten ohne Einhaltung von Fristen und Angabe von Gründen das Verhältnis schriftlich kündigen. Danach kann der Ausbildungsbetrieb nur noch bei schweren VerstöÃ?en (Beispiel: Diebstahl im Betrieb) kündigen. Der Azubi hat ein zusätzliches Sonderkündigungsrecht, wenn er einen anderen Beruf erlernen oder die Berufsausbildung ganz aufgeben will.

Prüfungen
Bestandteil der Ausbildung sind mehrere Prüfungen. Mit der Zwischenprüfung - meistens in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres - wird der aktuelle Wissensstand getestet. Sie ist ein Muss, hat aber keinen Einfluss auf die Abschlussprüfung oder auf das Endergebnis. Es kann niemand durchfallen - im Gegensatz zur Abschlussprüfung, die am Ende der Ausbildung feststellt, ob der Prüfling die erforderlichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen praktischen und theoretischen Kenntnisse besitzt und mit dem wesentlichen Berufsschulstoff vertraut ist. Sie kann aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen bestehen. Die Prüfung findet vor einem Ausschuss bei der Kammer statt, der aus Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie aus Berufsschullehrern besteht. Wer durchfällt, kann zweimal wiederholen.

Zur StartseiteGestaltung & Umsetzung im Rahmen eines Auszubildenden-Projektes unter Leitung der Firma COM.POSiTUM GmbH

Eintritt frei
So 10.30 – 17.00 Uhr
Mo 8.00 – 16.00 Uhr